Kloster chiaravalle milanese

Kloster Chiaravalle Milanese

Kloster Chiaravalle Milanese

Die 'Abbazia Chiaravalle' ist ein Zisterzienser-Klosterkomplex, der offiziell am 22. Januar 1135 gegründet wurde. Er entstand durch die Ankunft einer Mönchsgruppe von der Abtei Citeaux in Frankreich. 
Das Kloster Chiaravalle Milanese ist eines der ersten Beispiele für die Gotik in Italien, wenn es auch noch romanische und spätromanische Elemente aufweist. Die Abtei wurde nach ihrer Errichtung bald zu einem kulturellen und sozialen Mittelpunkt, um den sich das Leben des Dorfes abspielte.
Zum Komplex hat man durch ein Tor Zugang, das in einem Turm aus dem 16. Jahrhundert aus Cotto und Marmor geschaffen wurde und 9 Meter hoch ist. Auf seiner Seite erhebt sich ein kleiner Betsaal. Der Innenbereich, der in seiner beeindruckenden Strenge weitläufig und hell ist, besteht aus drei Schiffen, die von acht großen Bündelpfeiler unterteilt werden, die von zylindrischem Mauerwerk umgeben sind. Auf die Giebelfassade öffnet das Portal aus dem 13. Jahrhundert mit seinen Relieftoren. Noch heute ist die Abtei unter gewissen Aspekten das Herzstück des Orts Chiaravalle, weil sie die Pfarrei ist und weil um die Mönchsgemeinde, die im Kloster lebt, verschiedene Tätigkeiten kultureller, sozialer, erholungsmäßiger, sowie spiritueller Art ablaufen.

Der Klosterkomplex besteht aus der Abteikirche mit den Kreuzgängen und dem Kloster, der Kapelle von San Bernardo und der Mühle. Vom Originalkloster aus dem 13. Jahrhundert verbleibt heute nur die Nordseite neben der Kirche und zwei Spannweiten. Oberhalb des Tors kann man eine Freske der Jungfrau mit dem Kind auf dem Thron, die von Zisterziensern geehrt wird sehen. Sie stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde von Gaudenzio Ferrari geschaffen.
Die Kapelle von San Bernardo ist ein kleines Gebäude aus dem 15. Jahrhundert, das sich links vom Eingangsturm der Abtei von Chiaravalle befindet, die normalerweise für die Öffentlichkeit geschlossen ist. Der Glockenturm oder, nach einem Volkskinderreim im Mailänder Dialekt, 'Ciribiciaccola', ragt ausgehend von der Laterne bis zu einer Höhe von 9 Metern hoch. Er besteht aus zwei achteckigen Teilen und geht dann in eine konische Form über. Von hier bis zum Ende des Kreuzes, das auf einer Weltkugel ruht, wird eine Höhe von 56,26 Metern erreicht. Dieser Glockenturm beherbergt die älteste Glocke, die nach Ambrosianischem System montiert wurde. Sie wird noch heute manuell von den Zisterziensermönchen betätigt.

Die Mühle, die gemeinsam mit der Abtei erbaut wurde, hat im Jahr 2009 – nach 10 Jahren Restaurierungsarbeiten – wieder ihre Tätigkeit aufgenommen. Durch diese Arbeiten konnten nicht nur die Strukturen saniert, sondern auch das Mühlensystem reaktiviert werden, so dass heute wieder produziert, aber auch anschaulich geschult werden kann.

 

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