Castello bolognini sant angelo lodigiano

Castello Bolognini Sant'Angelo Lodigiano

Castello Bolognini Sant'Angelo Lodigiano

Das 'Castello Bolognini' von San'Angelo entstand im 13. Jahrhundert an den Ufern des Flusses Lambro in einer strategisch für die Kontrolle des Flussverkehrs in Richtung Mailand günstigen Position. Diese Burg wurde nach der lombardischen Militärarchitektur mit einem viereckigen Grundriss und Ecktürmen erbaut. Sie entwickelte sich von einem Militärbau der Herrschaft von Mailand zu einem Sommersitz von Beatrice Regina della Scala, die die Frau von Bernabò Visconti war. Sie ließ im Jahr 1383 den Turm  'Torre Mastra'  erbauen und die schönen Bogenfenster öffnen.

Im Jahr 1452 wurden bei der Machtübergabe des Herzogtums von Mailand von den Visconti an die Sforza das Lehnsgut und die Burg von Francesco Sforza an Michele Matteo Bolognini übergeben, der bei dieser Gelegenheit den Titel eines Grafen erhielt. Im Jahr 1933 schuf die Gräfin Lydia Caprara Morando Bolognini, die Witwe des Grafen, im Namen und zur Erinnerung an ihren Mann, die sogenannte 'Fondazione Morando Bolognini' mit der Zielsetzung, die Landwirtschaft zu erforschen und zu verbreiten und machte die Burg somit zu einem Museum.

In seinem Inneren beherbergt das 'Castello Bolognini' drei wichtige Museen. Im Inneren des 'Museo Morando Bolognini' kann man neben Möbeln, Bildern und Geschirr aus einem Zeitraum zwischen dem 18. und 20. Jahrhundert, auch kunsthandwerkliche Arbeiten aus Schmiedeeisen bewundern. Von besonderem Interesse sind Bibliothek und Waffensammlung. Das 'Museo di Storia dell'Agricoltura' erzählt die Geschichte der Landwirtschaft seit deren Entstehung (Jungsteinzeit), zur Römerzeit, im Mittelalter, in der Renaissance und Moderne. Ein weitläufiger Bereich, in dem die Handwerksbetriebe rekonstruiert wurden, ist der traditionellen Landwirtschaft von Lodi gewidmet. Das 'Museo del Pane' ist in fünf Sälen eingerichtet: Im ersten werden die Getreidesorten vorgestellt; im zweiten Saal werden die verschiedenen Phasen des Zyklus "Korn-Mehl-Brot" dargestellt. Der dritte Saal vereint mehr als 500 Brotformen der italienischen Regionen und vieler europäischer und außereuropäischer Länder; im vierten Saal werden die Werkzeuge für die Brotherstellung gezeigt und im letzten Saal sind die sogenannten "grida" ausgestellt, d. h. Steuern und staatliche Vorschriften, die zwischen dem 18. und 19. Jahrh. herausgegeben wurden.

Außerdem verfügt das 'Castello Bolognini' über einige eindrucksvolle Ausstellungsräume für die Organisation von Hochzeiten, aber auch Tagungen, Versammlungen und Veranstaltungen verschiedener Art.

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