Arbeitersiedlung villaggio operaio di crespi d adda unesco kulturerbe

Arbeitersiedlung "Villaggio Operaio di Crespi d'Adda", UNESCO-Kulturerbe

Arbeitersiedlung

Die Arbeitersiedlung "Villaggio Crespi d'Adda" ist der Ausdruck einer Utopie: der idealen Arbeitersiedlung. Seit 1995 wurde dieses Siedlung unter den Schutz des UNESCO-Weltkulturerbes gestellt und zwar als außergewöhnliches Beispiel des Phänomens der Arbeitersiedlungen, das zwischen dem 19. und 20. Jh. in Europa und Nordamerika entstanden ist.

Beim Anblick dieser Arbeitersiedlung überrascht den Besucher die Geometrie der Räume, die nichts dem Zufall überlässt. Alles wurde eingehend studiert und auf der Grundlage einer genau fest gelegten hierarchischen Ordnung definiert. Das Zentrum der Arbeitersiedlung bildet die Fabrik, auf die hin die Häuser der Arbeiter im englischen Stil ausgerichtet sind.

Diese 1878 angelegte Siedlung wurde mit der Zielsetzung gebaut, das Leben der Arbeiter zu planen und ihnen alles Notwendige für ihr Leben zur Verfügung zu stellen, das in erster Linie auf ihre Arbeit und ihre Familie ausgerichtet sein soll, allerdings mit einigen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung für die Zeit nach der Arbeit. In der Siedlung gibt es eine Kirche, eine Schule für die Arbeiterkinder, ein Hotel für die Externen, die nur kurze Zeit in der Fabrik arbeiten mussten und einen Friedhof. Von den normalen Arbeiterhäusern heben sich ein paar Villen ab, die wichtigen Persönlichkeiten der Firma gehört haben, sowie eine schlossartige Villa, die heute in Privatbesitz ist. Die Arbeitersiedlung Crespi d'Adda ist auch heute noch bewohnt und liegt an einem Fahrradweg, der am Ufer der Adda entlang führt. 

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