Vanzago

Vanzago

Vanzago Flickr_Edoardo Forneris

Die erste Schutzform des "WWF-Waldes von Vanzago" war die eines "lokalen Naturschutzgebiets" im Februar 1979, während er später, im März 1985, als "Riserva naturale parziale forestale e zoologica" (Teilweises Naturschutzgebiet für Wald und Tiere) klassifiziert wurde. Geologisch gesehen besteht das Schutzgebiet aus Schwemmschotter- und Schwemmsand-Lagern aus dem Quartär. Es herrscht hier gemäßigtes Kontinentalklima vor, das für die Poebene typisch ist und sich durch starke jahreszeitliche Temperaturunterschiede auszeichnet:  also mit harten Wintern und heißen Sommern.

Aufgrund dieser geologischen und klimatischen Bedingungen konnte sich ein typischer Auenwald mit Laubbäumen entwickeln, in dem vor allem Stieleichen, Eichen und Hainbuchen vorherrschen. Die Oase wurde in Form von drei konzentrischen Bereichen angelegt: Ganz im Innern befindet sich das wahre Herz des Waldes, um das eine Einfassungsmauer dafür sorgt, dass die Pflanzen und Tiere in Ruhe gelassen werden. Die zweite Zone ist mit einem Maschendrahtzaun eingefasst und die dritte ohne Einschränkungen nach außen offen. Hier kann man zu Fuß spazieren gehen oder Fahrrad fahren. Alle drei Zonen sind durch abwechselnde Bereiche aus Wiesen, Feldern, Hochwäldern, Niederwäldern, Brachflächen und Seen gekennzeichnet, den typischen natürlichen Umweltbedingungen der Poebene. Der Wald, der das wertvollste Ökosystem der Oase darstellt, besteht aus Stieleichen und anderen Eichen (darunter einige "Hundertjährige"), Kastanien, Birken, Hainbuchen, Ahorn und vielen Robinien (Akazien). Im Unterholz finden sich späte Schlehen, Haselsträucher, Holunder, Wildkirschen, Stechpalmen, Weißdornbüsche, Farne aller Art, Maiglöckchen und Hunderte von anderen Kräuter- und Pflanzenarten.

All diese natürlichen Habitate bieten Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren: Säugetiere kann man außer dem Reh, das das Symboltier dieses Naturschutzgebietes ist, u.a. folgende treffen: Hasen, Wildkaninchen, Marder, Dachse, Füchse und Igel. In den dichtesten Wäldern finden sich auch viele Nagetiere wie der Siebenschläfer, Gartenschläfer und die Haselmaus. Auffälliger sind jedoch die Vögel, Tag- und Nachtraubvögel, Enten, Reiher und einen Vielzahl von Sperlingsvögeln, die alle die Oase als Ort zum Überwintern, Rasten, Fressen und Nisten nutzen. Außerdem gibt es natürlich auch eine Unmenge von verschiedenen Reptilien, Amphibien (wie die seltene europäische Sumpfschildkröte), Insekten und Fische. Die WWF-Oase kann nur im Rahmen von Führungen besucht werden, die immer samstags und sonntags durchgeführt werden. Für Gruppen und Schulklassen können auf Voranmeldung auch unter der Woche Führungen organisiert werden.

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