Sabbioneta

Sabbioneta

Sabbioneta

Sabbioneta ist ein typischer Ort der Provinz Mantua. Sabbioneta ist eine Stadt, die von Fürst und Mäzen Vespasiano Gonzaga Colonna nach dem Modell der antiken römischen Städte entworfen wurde. Bei dieser Stadtplanung wurde die moderne und funktionelle Städteplanung der Renaissance in Betracht gezogen.

Wenn der Besucher den Schachbrett-Grundriss der Straßen, den sternförmigen Aufbau der Stadt mit sechs Spitzen wegen der sechseckigen Formgebung der Stadtmauer, die Rolle der öffentlichen Räume und der Monumente beobachtet, erkennt er sofort den Reiz dieser idealen Stadt, die wie ein Blendwerk in der Ebene wenige Kilometer vom Po entfernt erscheint. Man betritt die Stadt  von der 'Porta Vittoria' (1567) mit einer Fassade aus Marmor und sichtbaren Ziegeln. Ganz in der Nähe kann man die Kirche der Gekrönten (Chiesa dell'Incoronata) (1586-88) mit achteckigem Grundriss bewundern.
'Piazza Ducale' eignet sich besonders gut für die Betrachtung der konsequenten Städteplanung von Sabbioneta. Der rechteckige Platz wird im Süden von einem Portikus mit Bögen abgegrenzt, der im Westen im Eckabschnitt des 'Palazzetto del Cavalleggero' gipfelt und im Norden in der Kirche 'Chiesa dell'Assunta' seinen Abschluss findet. Der 'Palazzo della Ragione', ein antiker Aufenthaltsort der Gemeinde und des herzoglichen Stellvertreters und der 'Palazzo Ducale', der Herzogspalast, das Zentrum des öffentlichen und verwalterischen Lebens des kleinen Staates von Sabbioneta, belegen die kurzen Seiten des Platzes, der den ersten Baustein des ehrgeizigen Schaffensprogramms von Vespasiano Gonzaga darstellt.
Auf der 'Piazza San Rocco' verdienen die Kirche von San Rocco aus dem 16. Jahrhundert mit den Innenfresken von Giovanni Morini und die Synagoge einen Besuch. Letztere befindet sich im zweiten Stock einer Häusergruppe, die die antike jüdische Siedlung bildete. Durch ein Überqueren der 'Piazza Ducale' erreicht man das sogenannte 'Teatro all'Antica' (1588-90). Interessant anzusehen ist 'Palazzo Giardino' (1578-88), Vorstadtvilla und genussvoller Ort, an den sich der Fürst zurückzog, um zu lesen und zu studieren, aber auch um sich von den Regierungsanstrengungen abzulenken.
Links von 'Porta Imperiale' (1579) befindet sich 'Palazzo Forti', der bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts einer reichen jüdischen Familie gehörte. Rechts liegt die Kirche 'Chiesa del Carmine' (1683), die auf der vorher bestehenden Struktur des 16. Jahrhunderts erneut erbaut wurde. Beim Verlassen der Stadt durch das Tor 'Porta Imperiale', kann man die Reste der 'Rocca' erkennen. Wenn man dem äußeren Verlauf der Stadtmauer folgt, die die sechs Schutzwälle hervorhebt, sieht man dass sie die Form eines unregelmäßigen Sterns hat, der vollkommen restauriert wurde. 

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